KITA Eulenhorst Pädagogisches Konzept
Entdecken, erleben, wertvolle Erfahrungen sammeln...
Trägerleitbild
Die Euro-Schulen gemeinnützige Gesellschaft für berufliche Bildung und Beschäftigung Berlin Brandenburg mbH ist einer der größten privaten Bildungsträger Deutschlands mit über 120 Einrichtungen und mehr als 1.000 Bildungs- und Integrationskonzepten. Seit über 50 Jahren engagiert sich die ESO für lebenslanges Lernen und begleitet Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung – von der frühkindlichen Bildung bis zur Hochschulreife.
Bereits ab dem Jahr 2008 gehörte die Kita Waldräuber in Reinickendorf mit dem Schwerpunkt der Waldpädagogik und 187 Plätzen zur Trägerschaft. Im Jahre 2020 kam die Kita Adlerküken in Treptow/Köpenick mit dem Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit mit 160 Plätzen dazu.
Die pädagogische Arbeit in den ESO-Kindertagesstätten basiert auf einem ganzheitlichen Bildungsverständnis, das die Selbstbildungspotenziale der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Unser wichtigster Grundsatz „Persönlichkeit durch Bildung“ spiegelt sich auch in unserem Bild vom Kind wider. Die Kindertagesstätten arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm, mit einem starken Fokus auf Partizipation, Inklusion und Vielfalt. Dieses Bild wird zukünftig auch die Kita Eulenhorst prägen und dort weitergeführt werden.
Berliner Bildungsprogramm
Das BBP stellt für uns eine verbindliche Richtlinie für alle pädagogischen Fachkräfte in der Kita dar und ist für uns die Grundlage für unsere frühpädagogische Arbeit. Das BBP stellt sicher, dass in unserer Einrichtung ein hohes Maß an pädagogischer Qualität und einheitlichen Standards geboten wird. Die Umsetzung der Bildungsbereiche in der Kita fördert den Ansatz der ganzheitlichen Entwicklung der Kinder. Die Räume orientieren sich ebenso an den Bildungsbereichen und werden neben den passenden Materialien zusätzlich für die Kinder farblich sichtbar zu erkennen sein. Die im BBP konkretisierten Kompetenzbeschreibungen (Ich-Kompetenzen, Sozialkompetenzen, Sachkompetenzen und lernmethodische Kompetenzen) geben den pädagogischen Fachkräften Orientierung und Anregungen in den Situationsanalysen und pädagogischen Aktivitäten.
Die folgenden Bildungsbereiche werden durch gezielte Beobachtung, Dokumentation und Reflexion gefördert und umgesetzt:
- Körper, Bewegung und Gesundheit
- Soziale und kulturelle Umwelt
- Kommunikation: Sprache, Schriftkultur und Medien
- Bildnerisches Gestalten
- Musik
- Mathematik
- Natur – Umwelt – Technik
Pädagogischer Ansatz der Kita Eulenhorst
Die Kita „Eulenhorst“ ist eine neue Einrichtung in Berlin Karlshorst, die Kinder im Alter von 11 Monaten bis 6 Jahren betreut. Sie arbeitet nach dem Situationsansatz, integriert einen Nestbereich nach Emmi Pikler für Kinder unter drei Jahren und organisiert sich teiloffen.
Freie Entfaltung
Piklermethode
Nestbereich nach Emmi Pikler
Für Kinder unter drei Jahren bietet die Kita einen geschützten Bereich mit stabilen Bezugspersonen, achtsamer Pflege und einer bewegungsfreundlichen Umgebung an. Wir gehen davon aus, dass Kinder von Natur aus neugierig und lernfähig sind und sich am besten in einer sicheren, respektvollen Umgebung ohne Druck entwickeln können. Die drei Grundpfeiler des Pikler-Konzeptes sind für uns die Wegweiser im Nestbereich:
- Beziehungsvolle Pflege
- Autonome Entwicklung der Bewegung
- Freies Spiel
Die Eingewöhnung erfolgt nach dem Berliner Modell und wird durch die Persönlichkeit des Kindes bestimmt. Wir folgen der Annahme, dass die Eingewöhnungsphase den Grundstein für die Arbeit mit dem Kind und für die Erziehungspartnerschaft legt. Diese Haltung ist von einem tiefen Vertrauen in das Kind und seine Potenziale geprägt.
Freundschaften schließen
In teiloffenen Kita-Gruppen
Teiloffene Struktur
Durch die Umsetzung einer teiloffenen Kita-Organisationstruktur kombinieren wir feste Stammgruppen mit gruppenübergreifenden Angeboten, wobei unsere Kinder nach festen Ritualen (Morgenkreis, Mahlzeiten) in ihrer Stammgruppe bleiben können und in der übrigen Zeit frei Funktions- und Themenräume im Haus wählen dürfen. Für unsere Umsetzung sind eine ansprechende Raumgestaltung, klare Regeln und eine gute Abstimmung im Team unerlässlich, um den Kindern Wahlmöglichkeiten und Orientierung zu bieten und eine selbstständige Entwicklung zu fördern. Dies soll den Kindern Sicherheit und ein Gefühl der Zugehörigkeit ermöglichen, aber auch die Möglichkeit, sich in nach Themenschwerpunkten eingerichteten Räumen zu beschäftigen.
Den Kindern stehen im Tagesverlauf folgende gruppenübergreifende Funktionsräume zur Verfügung:
- Kreativitätsraum
- Forscherraum / Konstruktionsraum / Mathematik
- Multifunktionsraum für Bewegung, darstellendes Spiel, Musik
- Außengelände mit naturnahen Spielmöglichkeiten
Starke Kinder sicher begleitet
Gelebter Kinderschutz
Schutz des Kindeswohls
Der Schutz von Kindern vor Gefährdung, Gewalt und Vernachlässigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – und ein zentrales Anliegen der ESO-Kindertagesstätten. Als freier Träger von Kindertageseinrichtungen tragen wir eine besondere Verantwortung, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ihre Rechte zu achten und sie vor jeglicher Form von Gefährdung zu schützen. Unser Ziel ist es, ein gemeinsames, verbindliches Verständnis von Kinderschutz zu fördern, präventive Maßnahmen zu stärken und zu leben sowie klare Handlungswege im Verdachtsfall aufzuzeigen. Unser Kinderschutzkonzept dient dabei der Orientierung, der Qualitätssicherung und der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Schutzstrukturen.
Kinderschutz verstehen wir als dynamischen Prozess, der kontinuierliche Reflexion, fachliche Fortbildung und institutionelle Weiterentwicklung erfordert. Das vorliegende Konzept basiert auf den aktuellen gesetzlichen Vorgaben und fachlichen Empfehlungen. Es berücksichtigt die spezifischen Rahmenbedingungen und Werte der ESO-Kitas und ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses als lernende Organisation. Die gesetzlichen Grundlagen (UN-Kinderrechtskonvention, §§ 8a, 8b und 45 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII, Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) etc.) verpflichten uns als Träger sowie alle Mitarbeitenden zur aktiven Wahrnehmung des Schutzauftrags und zur Entwicklung geeigneter Schutzkonzepte, die sowohl präventiv als auch intervenierend wirken.
Kinderschutz ist für uns nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern Ausdruck unserer pädagogischen Haltung und unseres professionellen Selbstverständnisses. Er ist untrennbar mit unserem Bild vom Kind verbunden: Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit Rechten, Bedürfnissen und Kompetenzen. Sie haben ein Recht auf Schutz, auf Beteiligung und auf eine Umgebung, die sie in ihrer Entwicklung unterstützt und vor Gefährdungen bewahrt.
Diese Haltung prägt unser tägliches Handeln und spiegelt sich in der Gestaltung unserer Bildungsorte wider. Wir begegnen Kindern als aktive, lernende und schützenswerte Menschen, die ernst genommen und beteiligt werden.
Erziehungspartnerschaft und Sozialraumorientierung
Die Zusammenarbeit mit Familien ist ein zentraler Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Eltern werden aktiv in die Bildungsprozesse ihrer Kinder einbezogen. Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder und daher ist eine vertrauensvolle erziehungspartnerschaftliche Zusammenarbeit zentral für uns:
• Eingewöhnung nach dem Berliner Modell
• Regelmäßige Entwicklungsgespräche und Austausch über den Alltag
• Elternabende, Eltern-Cafés, Eltern-Gremien, Workshops und gemeinsame Feste/Projekte
• Transparente Kommunikation über Aushänge, digitale Plattformen oder Elternbriefe
Die Kita versteht sich als Teil des Sozialraums, der eng mit den Menschen und Organisationen in seinem unmittelbaren Lebensumfeld vernetzt ist. Dies soll neben der individuellen Förderung von Kindern auch Unterstützung für Familien darstellen, um Benachteiligungen auszugleichen und Teilhabe zu ermöglichen. Kooperationen und Netzwerkbildung mit externen Partnern (Jugendämtern, Fachberatungen etc.) sind für uns selbstverständlich. So sichern wir die Nutzung von Ressourcen auch außerhalb der Kita.
Situationsansatz
Die pädagogische Arbeit orientiert sich an den Lebenswelten und Interessen der Kinder. Projekte entstehen aus Alltagssituationen und aktuellen Themen der Kinder. Ziel ist es, die Kinder zu befähigen, ihre Umwelt aktiv mitzugestalten. Die Ziele des Ansatzes – Autonomie, Solidarität und Kompetenzen – entsprechen unseren übergeordneten Zielen und Leitgedanken des Trägers: Eigenverantwortung zu fördern, Verantwortung für andere in der Gesellschaft zu übernehmen und lebensnahes und individuelles Lernen zu ermöglichen.
Qualitätssicherung
Um pädagogische Qualität zu entwickeln, sicherzustellen und regelmäßig zu überprüfen, ist für uns ein fest etabliertes Qualitätsmanagement selbstverständlich. Qualität soll in unseren Kitas von innen und außen engagiert umgesetzt werden. Die Qualitätssicherung spielt für uns eine bedeutende Rolle, die insbesondere durch enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit im multiprofessionalen Team, transparente Arbeitsabläufe, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geprägt ist. Dies ermöglich uns einen genaueren Blick auf unsere Einrichtungen und schafft Standards, die regelmäßig überprüft und reflektiert werden.
Um unsere Qualitätsstandards (Prozessqualität, Ergebnisqualität, Strukturqualität) dauerhaft gewährleisten zu können, führen wir geeignete Qualitätsmaßnahmen durch.
Dies geschieht durch:
- Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (KiTa-Qualitätsgesetz des Landes, QVTAG, KiFöG etc.)
- Leitbild der ESO
- Trägerinterne Fachstellen (pädagogische Verwaltung, Personal, Kundenbetreuung), Kinderschutz- und Inklusionsbeauftragte, Kitakoordination / Fachberatung
- externe Fachstellen (Fachberatungen, Gremientreffen)
- fortlaufende Konzeptionsprozesse
- Beschwerdemanagement (Kinderparlamente, Befragungen der Eltern, Mitarbeiter*innen und Kooperationspartner)
- Qualifiziertes pädagogisches Personal, Facherzieher*innen
- Teilnahme und Mitarbeit in Arbeitskreisen
- regelmäßige interne und externe Fortbildungen und Supervision
- Beobachtung und Dokumentation durch das BeoKiz-Verfahren / Sprachlerntagebuch
- Zertifizierungen (z. B. DIN ISO 9001) des Trägers
- interne und externe Evaluation und Weiterentwicklung (BeKi etc.)